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Die Bedeutung des Führungszeugnises

führungszeugnis

Das Führungszeugnis wird auch Strafregisterbescheinigung oder der Strafregisterauszug genannt. Hierbei handelt es sich um eine behördliche Bescheinigung über bislang registrierte Vorstrafen der beantragenden Person, über welche im Strafregister Verurteilungen oder ein Registerauszug, der aus Urteilen wegen Vergehen und Verbrechen gegen die Person registriert sind.

Früher wurde dieses Dokument direkt von der Polizei ausgehändigt. Deshalb wird auch heute gemeinhin von dem „Polizeilichen Führungszeugnis“ gesprochen. Mittlerweile ist das Bundesamt für Justiz der Stadt Bonn hierfür zuständig. Diese Strafregisterbescheinigung ist eine fälschungssichere Urkunde aus einem grünen Spezialpapier und dient als Nachweis dafür, dass eine Person nicht vorbestraft ist.

Keinen Eintrag in das Zeugnis finden Bundeszentralregistereinträge wie zur Bewährung exponierte Jugendstrafen und Strafen, welche nicht höher als 3 Monate bzw. 90 Tagessätze Freiheitsstrafe liege, wenn in dem Bundeszentralregister keine weiteren Strafen registriert sind.

führungszeugnis

 Die Formen des Strafregisterauszuges

Es wird in Deutschland zwischen einem einfachen und einem erweiterten Führungszeugnis unterschieden. Das einfache Zeugnis ist ein Auszug des Bundeszentralregisters, in dem alle im Bundeszentralregistergesetz festgelegten und auch rechtskräftigen Entscheidungen der Gerichte und Verwaltungsbehörden über die betreffende Person registriert sind. Dies sind unter anderem Verurteilungen aus dem Strafrecht, aber auch jene Entscheidungen von Verwaltungsbehörden, beispielsweise zum Waffengesetz oder auch zu den Berufsuntersagungen.

Das erweiterte Zeugnis gibt es erst seit dem Jahre 2010. Es enthält alle, auch geringfügige, jugendschutzrelevante Verurteilungen. Hier ist auch vermerkt, wenn eine Person aufgrund von Sexualdelikten verurteilt ist, eine Tatsache von Bedeutung, wenn die Person mit Kindern oder auch mit Jugendlichen arbeitet, egal ob nun hauptberuflich oder eben ehrenamtlich.